Seit 1. Januar 2018 soll es eine Novelle im Bereich polnischen Unterkapitalisierungsvorschriften geben. Somit sollen nach dem geänderten Körperschaftsteuergesetz die bisherige zwei Methoden der Berechnung von nichtabzugsfähigen Zinsaufwendungen (die sogenannte Grundmethode und Alternativmethode) nicht mehr anwendbar sein. Stattdessen soll eine neue Methode in das polnische Steuerrechtssystem eingeführt werden. Die neue Methode wird im Prinzip auf der EU ATAD Richtlinie vom 12. Juli 2016 (Nr. 2016/1164) basieren. Nach dem Entwurf wird das Hauptlimit für Abzugsfähigkeit im Prinzip als 30% EBITDA ermittelt. Die Neue Methode soll nicht nur die Darlehen, die von verbundenen Unternehmen gewährt worden sind, beeinflussen, aber auch Finanzierung (im breiten Sinne, darunter auch – unter Umständen – Zinsaufwendungen im Leasing) gewahrt von Dritten. Die Übergangsvorschriften erlauben es, wenn das Darlehen noch in 2017 tatsachlich übertragen wird, die bisherige Regelungen betreffend Unterkapitalisierung doch bis Ende 2018 anzuwenden. Das Gesetzgebungsverfahren betreffend den KStG-Entwurf ist noch nicht beendet, es kann also noch weitere Änderungen zu dem geplanten Wortlaut geben.

Neue Unterkapitalisierungsvorschriften in Polen ab 1. Januar 2018